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Homöopathische Praxis Freiburg
Reinhard Gräfe

Heilung durch Homöopathie

Heilung bedeutet Ganzwerdung und den Weg finden, um ein Leben voller Lebenskraft führen zu können. Diese Art der Heilung kann durch alles Denkbare geschehen, wenn eine Erweiterung des Bewusstseins für den erkrankten Menschen möglich wird.

Von einer Heilung hat der Mensch sich wiederholt entfernt, da er sich in immer gravierendere Krankheitsprozesse hat treiben lassen. Die am Ende eingesetzte homöopathische Behandlung bringt endlich einen Heilungsprozess in Gang, der mit einer Zwiebel, die Schale für Schale entblättert wird, verglichen werden kann. Es findet also zunächst ein Freilegen all der unterdrückten Symptome statt, bis der Kern, der Ursprung des seelischen Lernprozesses freigelegt werden kann.

Aconitum

Am Anfang einer homöopathischen Behandlung wird der Erkrankte positive Erlebnisse und Empfindungen genießen können. Doch der Gesetzmäßigkeit entsprechend wird sich eines der zahlreichen unterdrückten und verdrängten Symptome melden und vehement an die Oberfläche treten. Der Erfahrung gemäß werden die Symptome von innen nach außen und von oben nach unten im Menschen auftreten, um bewusst erlebt zu werden. Symptom für Symptom muss verarbeitet werden, was keine leichte und angenehme Aufgabe für den nach Heilung Strebenden ist.

Die Homöopathie wirkt so vielfältig und individualistisch wie es krankhafte Zustände und Individuen gibt. Akutes Geschehen kann unverzüglich nach Mitteleinnahme verschwinden. Eine chronische Krankheit wird dagegen meist nur durch langwierige Prozesse, oftmals unter Verschlimmerung der vorhandenen Symptome und Wiederauftreten alter, unterdrückter Symptome geheilt.

Der an einer chronischen Krankheit leidende Mensch durchlebt im Verlauf der homöopathischen Heilung unweigerlich die Krankheiten, die früher unterdrückt worden sind. Das Auftreten der alten Krankheitszustände besagt, dass der aus dem Gleichgewicht geratene Mensch endlich den Weg gefunden hat, um die an ihn gestellte Lebensaufgabe bewusst annehmen und erleben zu können.

Das Durchleben einer Krankheit dient stets zur Korrektur eines veralteten, verwurzelten Fehlverhaltens. Ein homöopathisches Mittel versetzt den Erkrankten in die Lage, die verdrängten Probleme anzugehen und vorhandene Blockaden zu lösen. Er entwickelt in sich eine innere Stärke und Überzeugung, jene alten verdrängten Leiden anzunehmen und bewusst die Arbeit der seelischen Entwicklung auf sich zu nehmen. Früher erfolglos behandelte Patienten mit chronischen Leiden oder Allergien konsultieren häufig erst am Ende einen Homöopathen, um Hilfe auf ihrem Weg zu finden. In all den vorausgegangenen akuten Krankheitszuständen sind nur die Symptome beseitigt worden.

Sobald das akute lebensbedrohliche Geschehen abgewendet wurde, der Erkrankte also die Phase der Regenerierung hinter sich hat, müssen Behandler und Erkrankter die Heilung, die Bewusstseinserweiterung, in den Mittelpunkt einer Behandlung stellen. Nur so findet der Patient wieder zu seinem Gleichgewicht und kann sich von dem Krankheitsgeschehen geheilt betrachten. Eine schwere durchstandene Krankheit verleiht dem Betreffenden ein Gefühl, wie neugeboren zu sein, einen klaren Kopf zu haben und sich von einem Ballast befreit zu haben. Er hat zu sich selbst gefunden und kann endlich wieder aus sich selbst schöpfen.

Das homöopathische Arzneimittel als Verbindung zur Seele

Da das homöopathische Arzneimittel dem Erkrankten die Verbindung zu seiner Seele ermöglicht, empfindet er den Leidensdruck nicht so stark, sondern erlebt die in ihm vorhandene "Dynamis", die Lebenskraft. Deshalb kann beobachtet werden, dass sich der Patient trotz äußerlicher Verschlimmerung innerlich wohler fühlt. Bei der chronischen Behandlung bedeutet das Auftreten von alten unterdrückten Beschwerden für den Homöopathen ein präzises Vorgehen. Die jeweils vordergründigen Symptome müssen immer genau erfasst werden. Der Behandler muss abwägen und entscheiden können, ob der Patient die Situation aus eigenen Kräften heraus bewältigen kann oder ob er ein zutreffendes neues Mittel benötigt, um bewusst den nächsten Schritt tun zu können.

Schale für Schale wird entblättert. Impfungen, Antibiotika, Medikamentenmissbrauch und zahlreiche Symptombekämpfungen haben Mauern um den Menschen gezogen, die auf dem Weg der Heilung Schritt für Schritt wieder abgetragen werden müssen. Durch homöopathische Arzneimittel wird dem kranken Menschen ermöglicht, zu seinem Ursprung zurückzufinden. Auf diesem Weg zum innersten Kern, zum Wesen des einzelnen Menschen, steht bei der homöopathischen Behandlung nur der Erkrankte in seinem augenblicklichen Zustand, mit seinen geistigen und körperlichen Symptomen im Vordergrund.

Warum eine Heilung heutzutage sehr kompliziert sein kann, wird verständlich, wenn man all die Symptome unterdrückenden Maßnahmen berücksichtigt. Schon Samuel Hahnemann (1755 -1843, Entdecker der Homöopathie) gab seinen Unmut über die unfähigen Ärzte seiner Zeit kund, indem er den Begriff "Allopath" prägte. Verdrängung war schon damals für den Homöopathen eine Komplikation großen Ausmaßes und trug die Schuld an manch unheilbaren Krankheitszuständen. Da die moderne Medizin immer wieder neue Wege der Symptomunterdrückung findet, wird es für den Erkrankten, der am Ende zur Homöopathie gefunden hat, immer leidvoller, das Ziel der Bewusstwerdung zu erreichen und die Lebensaufgabe der Seele zu erfüllen.

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