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Homöopathische Praxis Freiburg
Reinhard Gräfe

Homöopathische Mittel und deren Dosierung

Um homöopathische Mittel herzustellen, werden aus Grundstoffen des Mineral-, Pflanzen- und Tierreichs sowie Krankheitsstoffen (Nosoden) Ursubstanzen oder Urtinkturen gewonnen. Diese Ausgangsstoffe werden in einem bestimmten Verhältnis (1:10, 1:100 oder 1:50000) mit Milchzucker, Weingeist oder Wasser verdünnt. Nach jedem Verdünnungsschritt wird das Mittel durch Verreiben oder Schüttelschläge potenziert. Das nach der Lehre Hahnemanns homöopathisch hergestellte Mittel ist an den Buchstaben D, C oder LM (Q) erkennbar, die das Verdünnungsverhältnis angeben, sowie an der Zahl, die Aufschluss gibt, wie oft das Mittel potenziert worden ist, z. B. D 6, C 200, LM 30.

Homopahische Arzneimittel

Durch die Arznei soll das Bewusstsein, die Seele angesprochen werden, deshalb darf die Information nicht aus Materie (aus der Substanz selbst) bestehen. Dieser Anforderung versuchte Hahnemann bei der Arzneimittelherstellung gerecht zu werden. Hahnemann gelang es, durch Verdünnen und Potenzieren eine Arznei zu gewinnen, die eine Information nicht auf materieller sondern auf geistiger Basis vermittelte. Durch das Verdünnen wurde der Arznei die materielle Substanz entzogen. Um das Geistige der Arzneisubstanz zu bewahren und die Kraft zu intensi-vieren, war es absolut wichtig, nach jedem Verdünnungsschritt die Arznei zu potenzieren. Ohne dem Vorgang des Potenzierens hätte man nur eine bis ins Unendliche verdünnte Arznei, ohne dass eine Wirkung zu erkennen wäre.

Bei der Analyse eines hochpotenzierten Mittels werden nur die Bestandteile Wasser, Weingeist oder Zucker, die Trägersubstanzen gefunden. Die heutige wissenschaftliche Untersuchung bezieht sich nur auf den Stoff, die Materie. So wie beim Zerlegen einer CD nur Kunststoff, aber keine Musik vorgefunden wird, sucht man bei einem homöopathischen Mittel ab einer Potenz von D 24 oder C 12 vergeblich nach der Ursubstanz oder der Urtinktur. Weingeist, Wasser oder Zucker sind nur die Informationsträger, wie die CD nur der Tonträger, jedoch nicht die Musik selbst ist.

Die meisten Homöopathen verordnen ihren Patienten die Arzneimittel in Form von kleinen Zuckerkügelchen (Globuli), die sie dann auf der Zunge zergehen lassen. Diese Art der Gabe wurde von Hahnemann 1828 in der 4. Auflage des Organon veröffentlicht. James Tyler Kent hat dies übernommen und somit wurde diese Methode Standard in den heutigen Praxen.

Besonderheit meiner Praxis bei der Dosierung:

Hahnemann hat aber in der 5. (1833) und 6. (1842, jedoch erst 1920 veröffentlicht) Auflage des Organon diese Dosierungsmethode weiterentwickelt.

Ich habe diese Split-dose-Methode, wie sie von Luc de Schepper benannt wurde, in meine Praxis integriert, da sie wesentliche Vorteile bietet:

  • unnötige Erstverschlimmerungen werden vermieden
  • Zeit bis zur Heilung wird um die Hälfte verkürzt
  • hochgradig überempfindliche Patienten können therapiert werden
  • geeignet für chronisch Schwerkranke mit ihrem miasmatischen Hintergrund

 

Dies wurde erreicht durch:

  • die Globuli werden in Wasser aufgelöst (Quellwasser mit 1/20 Alkohol)
  • Wiederholung der Gabe, selbst wenn die Besserung bereits eingesetzt hat (Heilung wird auf sanfte Weise beschleunigt)
  • Die Potenz jeder Gabe wird durch Schüttelschläge verändert (Vermeidung von Verschlimmerungen auch bei häufiger Gabe)

 

Die Arzneimittel wirken somit sanfter, aber gleichzeitig tiefer, und sie können in angemessenen Intervallen wiederholt werden. Auch bei der Dosierung wird nun streng individualisiert, d.h. während der Behandlung kann auf die unterschiedlichen Reaktionen auf die Arznei die Dosierung angepasst werden. Der Patient wird dadurch in den Heilungsprozess aktiv mit einbezogen.

Wie die Arzneimittel in der Vorratsflasche hergestellt werden und wie sie eingenommen werden, habe ich in dieser herunterladbaren PDF-Datei beschrieben:

Herstellung und Einnahmevorschrift.pdf

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